Das bewährte 10-Punkte-Programm zum besseren Umgang mit Ihrem Geld

1. Anfangen

Wenn Sie diese Anleitung lesen, haben Sie bereits den schwierigsten Schritt zum besseren Umgang mit Ihrem Geld bewältigt, denn beim Anfangen scheitern die meisten. Verschließen Sie nie die Augen vor Problemen. Gehen Sie Schritt für Schritt und konsequent durch die Punkte dieser Anleitung und Ihr Erfolg beim Sparen wird sich einstellen.

2. Überblick

Ein sehr häufig begangener Fehler ist, den Überblick über seine Finanzen zu unterschätzen. Dieser Punkt ist nicht so simpel, wie er klingt! Kaum jemand kann einem auf Nachfrage nennen, welche festen Kosten sich jeden Monat für bestimmte Bereiche des täglichen Lebens auftürmen. Fragen Sie sich z.B.: „Was bezahlen wir eigentlich für Lebensmittel jeden Monat?“
Nehmen Sie sich die Zeit, alle Ihre Ausgaben kurz zu dokumentieren - seien diese auch noch so klein.

Es gilt: "Kleinvieh macht auch Mist."
Die einfachste Form ist das sofortige, sortierte Sammeln aller Rechnungen. Für praktisch jeden Betrag, den Sie an einer Ladenkasse ausgeben, können Sie eine kostenfreie Rechnung erhalten. Das spart Ihnen die Arbeit, alles selbst aufzulisten. Nur ein paar Blatt Papier zur Einteilung von Kategorien, wie „Mietkosten“ oder „Lebensmittel“ und je nach Ihrer Ordnungsliebe, eine Kiste, einen Hefter oder eine Klarsichthülle und schon haben Sie eine Art Haushaltsbuch, das kaum Verwaltungsaufwand erfordert. Am Ende jeder Woche und jedes Monats rechnen Sie alle Posten nach Kategorie geordnet zusammen, was mit Taschenrechner wohl kaum mehr als zehn Minuten erfordert.

kleiner Hinweis am Rande:
Überall wird zum Sparen ein Haushaltsbuch empfolen, es gibt wunderbare Software und tolle vorgedruckte Hefte, um ein Haushaltsbuch zu führen, doch diese kosten auch Geld und die Erfahrung zeigt, dass man selten durchhält, alles extra abzuschreiben und zu dokumentieren. Die Rechnungssammlung ist sicherlich weniger schön für den pedantischen Ordnungsliebhaber, aber deutlich günstiger und auch auf lange Frist realistisch umsetzbar.

Sie werden sehr schnell ein gutes Gefühl bekommen, was bestimmte Dinge kosten und wo Geld bislang unbemerkt versickert ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie sehr gut wissen werden, ob ein sogenanntes Sonderangebot wirklich günstig ist oder nur leeres Werbegeschwafel. Vergessen Sie bitte nicht, auch automatische Abbuchungen von Ihrem Konto im Auge zu behalten.

Wie kann man weitergehen?

Wir haben eine Festkostentabelle für Sie zusammengestellt. Mit einem kostenlos erhältlichen Kalkulationsprogramm werten Sie damit Ihre Dokumentation sehr schnell und komfortabel aus - Sie müssen dann nicht einmal mehr den Taschenrechner in die Hand nehmen. So vergessen Sie auch keine Posten, die vielleicht noch ohne Rechnung von Ihrem Konto gebucht werden oder online gekauft wurden. Übersichtlich in Gruppen sortiert, bekommen Sie detailliert eine leicht verständliche Übersicht, wo Sie noch mehr einsparen können.

3. Niemand schenkt Ihnen etwas

Es ist eher selten, dass Ihnen wirklich jemand etwas schenkt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Auch wenn Sie es schon wissen, machen Sie es sich immer wieder bewusst. Einen persönlichen Vorteilsgedanken hegt praktisch jeder „Helfer“. Und sei es nur die Erwartung eines Dankeschöns.
Gewinnspiele sind Marketingstrategien und auch Wohltätigkeitsorganisationen bezahlen Ihre Mitarbeiter. Selbst wenn es „nur“ das gute Image ist, das eventuell einen Vorteil im Beruf bringt - jeder sucht seinen Vorteil. Es gibt nahezu keine Menschen, die wirklich uneigennützig helfen - zumindest nicht in dieser Gesellschaft. Was Sie sich unbedingt zu Herzen nehmen sollten: Wenn Ihnen die tollsten Versprechungen gemacht werden, Sie eventuell gewonnen haben, ohne gespielt zu haben, oder irgendetwas geschenkt bekommen sollen, dann empfiehlt es sich, genau hin zu sehen. Tausende Menschen fallen auf diese Maschen herein und glauben, die Aufschrift „gratis“ im Supermarkt hätte eine Bedeutung. Gehören Sie zu den schlaueren!  

4. Vergleich

Etwas fast schon Selbstverständliches: Erkundigen Sie sich nach dem besten Preis, aber geben Sie acht, dass dadurch keine Extrakosten entstehen. Um den besten Preis festzustellen, sollten Sie auch alle Nebenkosten einrechnen [Fahrt, Internetkosten (wenn keine Flatrate), ... ].

Ein etwas überspitztes Beispiel, wie es nicht gemacht werden sollte:

Die Familie Mustermann plant den Kauf einer CD und recherchiert 1 Stunde lang im Internet nach dem besten Preis. Ein MB Datenvolumen kostet 9 Cent. Sie findet einen Anbieter im 50 km entfernten Musterhausen, der die CD für 2,- € weniger verkauft, als der Elektronikmarkt in 5 Minuten Entfernung zu Fuß. Die Familie entscheidet sich für das Geschäft in Musterhausen. Schon durch die Recherche entsteht ein Minus von 3,4€. Die erheblichen Fahrtkosten kommen noch dazu...
Denken Sie bitte auch daran, dass Ihre Recherchezeit einen nicht unerheblichen Wert besitzt.

Besonders einfach und effektiv wird der Vergleich von verschiedenen Alltagsprodukten im lokalen Supermarkt. Dort bietet es sich an, auf die häufig kleiner gedruckten Preise zu schauen, die durch einheitliche Mengen (z.B. Angabe auf 1l oder 1kg bezogen) als Bezugswert besser vergleichbar sind.
Beispielsweise kostete unser Salz, welches wir früher verwendeten, pro Packung über 1€, während die Alternative für die gleiche Menge unter 30 Cent kostet. (Besonders interessant war übrigens, dass das neue Salz eine weitaus stärkere Würzkraft zeigte und das bei nicht wahrnehmbar verändertem Aroma. Bei ca. 4-facher Würzkraft, also 1/4 des Verbrauches, wäre so, nur durch Salz, mit jeder Packung neuen Salzes eine Ersparnis von 3,70 € erwirtschaftet.) Machen Sie sich die Mühe, nachzudenken, warum ein Produkt teurer sein könnte. Im Falle des Salzes können das Verpackung, Markenname und verschiedene Zusätze sein. Lohnt sich der Mehrpreis dafür?

Bei einigen Produkten und Dienstleistungen ist es mitunter als Verbraucher schwierig, die Preise zu vergleichen. Versicherungs- und Bankkonditionen gehören oft dazu, weil viele Extraklauseln und unterschiedliche Leistungen zu differenzierten Preisen usw. zu beachten sind. Trotzdem kann man auch hier gewaltige Summen sparen!

Es lohnt auf jeden Fall ein Blick auf unsere Vergleichsseite
Damit haben Sie die Möglichkeit, kostenlos einen individuellen Versicherungsvergleich durchführen zu lassen. Dieser Service ist kostenlos und unverbindlich. Sie geben lediglich in das intuitiv bedienbare Formular Ihre Wünsche ein und schon wird elektronisch der Vergleich durchgerechnet.

... Moment ...

Wie war das mit kostenlos und unverbindlich? – Niemand wird Ihnen völlig bedingungslos etwas schenken. Für den Versicherungsvergleich wird der über unsere Seite verlinkte Anbieter Ihnen kein Geld abknöpfen und auch nicht Ihre Daten missbrauchen, aber seine Bemühungen werden finanziert durch Provisionen, wenn Sie eine neue Versicherung abschließen sollten. Für Sie bedeutet das, dass Sie Ihre alten Konditionen gut kennen sollten, da man Sie ja zum Wechsel bewegen möchte.
Andererseits sind die Preise im Vergleich oftmals wirklich dramatisch günstiger. Bei praktisch allen derartigen Verträgen erhält der Vermittler Provision und wer viele verschiedene Anbieter objektiv und seriös vergleicht, der sichert sich langfristig das Vertrauen der Suchenden. Diese wechseln dann von sehr vielen Firmen zum jeweils wirklich günstigsten Anbieter und über die Menge kann der Vergleich seriös und gewinnbringend sein. Beide Seiten profitieren also. Wir benutzen den Vergleich seit Jahren und haben bisher nur Gutes gehört. Machen Sie sich also am besten jetzt sofort die Mühe, alte Verträge heraus zu kramen und führen einen Vergleich durch.

Im Grunde ähnlich, aber noch schneller und einfacher ist auch der Vergleich von Stromanbietern. Falls ein Wechsel in Frage kommt, dann dauert dieser auch nur wenige Minuten und stellt fast kein Risiko dar (da auch gesetzlich sehr gut abgesichert). Der Haken hier ist, dass dieser Vergleich sich leider über Werbeanzeigen finanziert. Ignorieren Sie also unbedingt die ersten zwei auch als Anzeige gekennzeichneten Ergebnisse, wenn Sie gleich den Vergleich durchführen.

5. Zahlen Sie bar

Barzahlen zahlt sich aus.

Nur Bares ist Wahres!
Ein alter Hut meinen Sie...? Eher wohl ein schützender Umhang, denn diese alte Weisheit hält Ihr Geld zusammen. Zugegeben, der Ansatz ist etwas radikal und nicht absolut immer geeignet. Stellen Sie sich bitte die Frage, ob es schmerzlicher für Sie ist, Bargeld zu bezahlen oder das Geld abbuchen zu lassen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden Sie bei „echtem“ Geld in Papier- oder Münzform eher eine Art schlechtes Gewissen haben, wenn Sie es ausgegeben haben. Ihre EC- oder gar Kreditkarte, so viel Komfort sie auch mit sich bringen mag, sollte dann zu Hause bleiben. Durch diesen Ansatz können Sie alle Ihre Ausgaben direkt überblicken, ohne Gefahr zu laufen, noch die eine oder andere Kleinigkeit zu entdecken, denn die ausgegebene Summe ist ja nach oben immer begrenzt - man trägt ja nicht Unsummen mit sich herum. Nach Umsetzung des vorangegangenen Punktes „Überblick“ haben Sie ja auch im Blick, wie viel der Einkauf voraussichtlich kosten wird. Mehr als eine kleine Reserve muss dann nicht mitgenommen werden.

Was tun beim Internetkauf?

Beim Einkauf im Internet lassen sich häufig erhebliche Ersparnisse erzielen, aber leider verleitet das große Angebot auch. Überall wimmelt es von Werbebannern, die Sie zum Geldausgeben verleiten wollen (und die Sie deswegen hier auf dieser Seite vergebens suchen werden). Pauschal empfiehlt sich der Einsatz von Werbeblockern, die Vermeidung von Newslettern oder Webseiten mit Supersonderangeboten "für kurze Zeit", das Deaktivieren aller 1-Click-Käufe und das Überschlafen vor jedem Gang zur Kasse mit Ihrem Online-Einkaufswagen.

6. Sparen Sie mit Familie und Freunden

Besonders wichtig ist die Kommunikation in Ihren Mitmenschen - auch unabhängig von Sparen. Wenn Sie nicht bereit sind, untereinander zu kommunizieren, dann behindern Sie sich gegenseitig und das Sparvorhaben ist akut gefährdet. Außerdem bereitet es viel mehr Freude den Sparerfolg gemeinsam zu erleben und erreicht zu haben.
Falls Sie z.B. in der glücklichen Situation sind, kopfrechenfreudige Kinder zu haben, könnten Sie diese um Hilfe bitten, Ihnen beim Zusammenrechnen der einzelnen, zu kaufenden Posten zu helfen. Dies vermittelt einerseits Ihren Kindern die positive Erfahrung, selbst Verantwortung zu übernehmen und fördert außerdem die spätere Fähigkeit, mit Geld umgehen zu können. Auch werden, natürlich abhängig vom Alter, wenn die Kinder eine Vorstellung und ein Verständnis des Ziels erlangen, meistens Quengeleien beim Einkaufen zurückgehen. Sie sollten aber darauf achten, nach Möglichkeit allen Familienmitgliedern ähnliche materielle Rechte einzuräumen. Besonders für Kinder ist z.B. schwer nachvollziehbar, warum Papa jede Woche einen Kasten Bier bekommt und das Überraschungsei aufgrund von Sparmaßnahmen wegfällt. Alle müssen Ihren Teil beitragen und ehrlich zu sich selbst sein!
Ein etwas unkonventioneller Tipp ist die Schaffung einer Konkurrenzsituation im positiven Sinne. Das Wetteifern mit z.B. Partner, Geschwistern oder Nachbarn kann Wunder wirken. Probieren Sie es aus!

kleiner Hinweis am Rande:

Trotz Einbeziehung sollten Sie eine Belastung Ihrer Kinder mit den finanziellen Sorgen der Erwachsenen vermeiden. Wir wollen weder ein Beziehungs- noch ein Erziehungsratgeber sein, doch ein umfassender Ansatz wird Ihnen langfristig nicht nur ein finanziell besseres, sondern insgesamt glücklicheres Leben bescheren. Für detaillierte Informationen zur Erziehung suchen Sie doch z.B. einfach einmal nach den Schlagworten „autoritative Erziehung“.

7. Versandkauf, Haustürgeschäfte und andere Zeit- und Geldfresser

Schaffen Sie sich Verlockungen vom Hals! Versandhauskataloge und das Internet bieten eine Fülle von meist hochwertigen und ansprechenden Produkten, die direkt an die Haustür geliefert werden. Die Versuchung, doch etwas zu bestellen, ist jedoch sehr groß. Unvorstellbar viel Zeit verbringen viele Menschen beim Durchstöbern der Internetauftritte großer Versandunternehmen und auch auf Nachrichtenseiten, Kochrezeptsammlungen und in sozialen Netzwerken wird geworben. Wir empfehlen:
Suchen Sie immer, wirklich immer, gezielt nach Informationen und auch Produkten. Wenn Sie Zeit übrighaben, leihen Sie sich doch einen guten Roman. Sie sparen nicht nur Geld, sondern verbringen die Zeit auch angenehmer. Wann fühlt man sich schon gut, die ganzen Dinge, welche einem gefallen, nicht guten Gewissens kaufen zu können?
Wenn Sie auch noch die leider inzwischen üblichen Bibliotheksgebühren sparen wollen, können Sie, solange Sie das Buch nicht mitnehmen, meist kostenlos in der Bibliothek lesen.

psychologischer Tipp

Der Bibliotheksbesuch ist nebenbei auch eine Möglichkeit, nette Kontakte zu knüpfen und darüber hinaus bilden Sie sich weiter und trainieren Ihren Geist - sozusagen Gehirnjogging umsonst. Wenn Sie keinen Job haben, ist das auch einer vieler möglicher Ansatzpunkte, um längerfristig wieder ins Arbeitsleben zu starten. Schon häufiger musste ich an mir feststellen, dass das, was man wenig nutzt, leider verkümmert. Ob berufliches Fachwissen oder intelligenter Smalltalk, vieles kann man verlernen. Suchen Sie sich auch Fachbücher zu einem für Sie interessanten Thema und lesen, was es zu wissen gibt. Ein konkretes Tagesziel (z.B. auch ein Kapitel zu verinnerlichen) strukturiert Ihren Alltag und trägt erheblich zu einer besseren Gesundheit bei.

Auch von den inzwischen seltener werdenden Angeboten, bei denen ein Vertreter zu Ihnen an die Haustür kommt und tolle Produkte anbietet, ist in den meisten Fällen abzuraten. Es geht nicht darum, den Berufszweig der Vertreter schlecht zu machen, nur leider haben einige schwarze Schafe für Misstrauen gesorgt und eine gewisse Portion sollten auch Sie bei Haustürgeschäften haben. Nicht zuletzt wird der Vertreter beim Verkauf von Ihrem Geld bezahlt und wann verzichtet man z.B. wirklich auf den Einkauf im günstigeren Supermarkt, selbst, wenn einem gerade zuvor der nette Lieferservice überteuerte Tiefkühlkostprodukte zur Haustür gebracht hat? Durch kleine unverbindliche Lockgeschenke wird man geködert, das Produkt ist vielleicht auch nicht schlecht und letztlich fühlt man sich dann verpflichtet.
Auch Werbeanrufen sollten Sie nicht zustimmen. Falls Sie wirklich etwas via Telefon kaufen wollen, dann können Sie auch selbst anrufen und wissen dann, welche Nummer Sie gewählt haben - Achtung bei kostenpflichtigen Nummern!

Zu Telefonwerbung noch ein leicht vom Thema abschweifender Hinweis aus dem eigenen Freundeskreis:
Wenn Sie den mehr oder auch weniger freundlichen Anrufer zunächst ausreden lassen und ihn dann höflich darauf hinweisen, dass der Anruf unerwünscht und da ohne Zustimmung erfolgt, illegal ist, wird das Gespräch sehr schnell beendet sein. Versuchen Sie außerdem, das Wörtchen „Ja“ zu vermeiden! Selten kommt es vor, dass besonders miese Firmen das Gespräch mitschneiden und womöglich Ihr „Ja“ dann an einer anderen Stelle des Gespräches einfügen. Wenn Sie dann rechtlich gegen den Vertragsschluss vorgehen, wird das zum einen kostspielig und Ihnen wird der dreist gefälschte Mitschnitt präsentiert. Dann ist es wirklich schwer, da wieder heraus zu kommen.

8. Große Kaufhäuser verleiten zum großzügigen Einkauf

Umfeld und Darbietung der Waren beeinflussen unser Kaufverhalten. Daher sollte der Einkauf in sehr großen Kaufhäusern mit schier unendlichem Warenangebot, abgestimmtem Licht, angenehmer Musik, tollen Düften und verschlungenen Gängen ohne Abkürzungen gemieden werden. Auch größere Discounter sind auf Grund übermäßig großer Verlockung nur bei besonderem Bedarf zu besuchen. (große Familienfeiern, ...) Unsere Tests haben gezeigt, dass es deutlich günstiger ist, in kleineren Märkten mit geringerem Angebot den Wocheneinkauf zu tätigen. Hört man an der Kasse größerer Märkte eine Weile etwas genauer hin, was die Leute bezahlen, ist ein Wochenendeinkauf (hier in Dresden) selten mit weniger als 120 € bezahlt! Geht man davon aus, dass während der Woche arbeitsbedingt kein Mittagessen gekocht werden muss, sind im Schnitt 150,- € für 3 Personen und einen ganzen Monat bei wirklich angemessen komfortablem Lebensstil in unserem Haushalt gut ausreichend. Das umfasst alles von Brot, Gemüse, Fleisch und Obst bis zu Waschpulver und Toilettenpapier.
Mit neuen Sparsamkeitsregeln und durch konsequentes Einkaufen sind meist schon im 1. Monat über 200,- € eingespart. Wohl gemerkt: ohne sich wirklich einzuschränken! Warten Sie nicht!

9. Gewinnspiele sind hinausgeworfenes Geld oder Zeitverschwendung

Sicher hat jeder von uns schon mit dem Gedanken gespielt: Anrufen, eine leichte Frage beantworten, und den Hauptgewinn einstreichen. In der Realität sieht dies jedoch deutlich anders aus. Wenn der erste Anruf nur eine Probe des Glücks und zum reinen Vergnügen war, so entwickelt sich schnell ein regelrechter Erfolgsdrang. Besonders, da die Entscheidung für einen weiteren Anruf sehr schnell getroffen werden muss. Um noch eine Chance zu haben wird wenig nachgedacht und schnell zum Hörer gegriffen. So wird aus einem Anruf ein zweiter und noch einige mehr. Jeder Anruf kostet meist 49ct oder mehr!
(Ganz ähnlich werden Sie auch bei eBay-Auktionen regelrecht psychisch manipuliert, wenn kein klarer Grenzwert zuvor festgelegt ist.)
Etwa die Hälfte der Deutschen gibt an, sich im vergangenen Jahr an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben. Man kann nur eindrücklich auffordern, das nie wieder zu tun. Sparen Sie das Geld und setzen es sinnvoller ein!
Besonders großer Beliebtheit erfreut sich das Lottospiel, nur dass die Gewinne astronomisch hoch sind und auch der Einsatz mehr kostet. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist aber viel zu gering, um auf etwas anderes Nützliches verzichten zu müssen, was man auch für das Geld hätte kaufen können. Auch das versprochene Rückgewinnen des Einsatzes, welches gelegentlich versprochen wird, sollte man ganz ganz genau hinterfragen. Mit Zeitungsgewinnspielen fällt meist Porto an und ein Gewinn unter tausenden Teilnehmern rückt auch in weite Ferne. Konzentrieren Sie Ihre Wohlstandshoffnungen besser auf konkrete, erreichbare Ziele.
Selbst wenn Sie im Internet kostenlos an Verlosungen teilnehmen, dann bekommen Sie fast nie den Gegenwert für die investierte Zeit in irgendwelche Umfragen oder Ihre Adressdaten, welche dann womöglich an Werbeagenturen weitergeleitet werden. Es gibt unseriöse Firmen im Internet, die Adressdaten in großem Stil für Werbezwecke verkaufen.
Also Achtung: Lesen Sie immer das Kleingedruckte und lassen es, wenn Ihnen der Service diese viele Mühe nicht wert ist. Fragen Sie am Ende auch immer nochmals ihr Bauchgefühl.

10. Luxus und Langzeitsparen

So paradox das klingt: Sparen Sie nicht am Luxus. Damit ist nicht gemeint, dass man sich ständig Luxus leisten, oder nicht auch dabei vergleichen sollte, sondern, wenn man sich Luxus gönnt, sollte es auch etwas wirklich Schönes sein.

Zum besseren Verständnis, was wir meinen, hier zwei Beispiele basierend auf tatsächlichen Beobachtungen:

1. Eine Familie ist knapp bei Kasse, aber möchte einen neuen Fernseher kaufen, der in diesem Zusammenhang zum Luxusgut gezählt werden kann, denn der alte funktioniert noch bestens. Anstelle jetzt zu sparen, bis das gewünschte Modell beisammen ist, drängt die Ungeduld und statt der Variante mit hochauflösendem Display wird die abgespeckte Variante erworben, die zwar schön ist, aber den eigentlichen Wünschen nicht gerecht wird. Nach kurzer Zeit wird sich diese Familie über das ausgegebene Geld ärgern und nach besseren Modellen Ausschau halten, für die nun erst recht kein Geld da ist.

2. Ein Jugendlicher wünscht sich sehnlichst eine Kamera, für die er aber recht lang sparen müsste. Um schnell das Glücksgefühl zu erleben, etwas Neues besitzen zu können, kauft er sich „billig“ ein Handy mit einer einigermaßen passablen Kamera und freut sich eine Woche lang - das Geld ist weg. Einen Monat später drängt ihn das gleiche Bedürfnis und er investiert in eine kleine Sportkamera mit mäßiger Qualität – eine Woche Freude und das Geld ist weg. Bald wird ihm bewusst: „Das, was ich wirklich will habe ich immer noch nicht, das Geld ist weg und hätte ich es gespart, wäre mein eigentlicher Wunsch, nämlich die vermeintlich unbezahlbare Kamera, schon erfüllt“.

Was wir Ihnen damit vermitteln möchten ist: Lernen Sie geduldig zu sein und sich auf Dinge zu freuen! Auf Dauer haben Sie dann mehr Freude! Klasse statt Masse!

Beherzigen Sie alte Volksweisheiten:
  1. „Der Teufel scheißt immer auf die gleiche Stelle.“
    Geben Sie nie alles Geld aus (sparen Sie lieber noch einen Monat). - Wo einmal Geld ist, kommt auch neues dazu. (So paradox das auch klingt, viele unserer Leser bestätigen den Erfolg dieser Taktik)
  2. „Ohne Geld ist man ein Affe.“
    Tragen Sie immer eine kleine Geldreserve mit sich - Sie müssen diese ja nicht ausgeben (...und sollten es auch nicht!).
  3. „Geld muss man haben, aber nicht ausgeben.“
Wir wissen, diese drei Dinge klingen altmodisch und unlogisch...
Versuchen Sie es einfach – es wird funktionieren.

Auf alle langfristig günstigen Produkte einzugehen, würde den Rahmen dieses kompakten Ratgebers bei weitem sprengen, aber allgemein gilt zu sagen:

Vertrauen Sie bei „nicht-Verbrauchsartikeln“, wie Töpfen oder Technik eher auf gute Marken und lange Garantie. Sicher ist teuer noch lange nicht gleich besser, aber eine lebenslange Garantie lohnt es in jedem Fall, näher unter die Lupe genommen zu werden. Sicher haben Sie schon einmal den Spruch gehört: „Wer billig kauft, kauft doppelt!“
Rechnen Sie mit spitzem Bleistift nach. Wenn Sie nämlich einen Toaster 20x kaufen könnten, um auf den Preis des höherwertigen Gerätes zu kommen, dann kann es durchaus sinnvoll sein, einen günstigen Toaster doppelt zu kaufen. Denken Sie daran: Selbst der teuerste Toaster produziert nur Toast, nichts Anderes.
Nur wenn Sie also, rein hypothetisch, rund um die Uhr toasten würden und dies quasi ihr Hobby wäre, dann sollten Sie in Erwägung ziehen, das Supermodell zu kaufen um ein wirklich ungetrübtes Toastvergnügen und wer weiß welche Extrafunktionen zu haben.




Setzen Sie die Tipps jetzt um!
Wir hoffen sehr, dass wir auch Ihnen beim Umgang mit Geld helfen konnten und sind überzeugt, dass Sie mit diesen zehn einfachen und wirklich praktikablen Herangehensweisen die besten Voraussetzungen haben, wirklich viel Geld jeden Monat zu sparen und Ihren ganz individuellen Weg durch ein entspannteres Leben zu gehen.